Phalaenopsis

Die Phalaenopsis ist die bekannteste Orchidee und wird auch „Schmetterlingsorchidee“ genannt. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien, den Philippinen und Australien. Die Phalaenopsis ist ein Epiphyt: In der Natur wächst die Pflanze vor allem auf Bäumen, ohne ihnen dabei Nährstoffe zu entziehen. Außer auf Bäumen wächst die Phalaenopsis in freier Natur auch auf stark luftdurchlässigen Böden wie Humus sowie auf Felsen und in Felsspalten, meist in der Nähe von Flüssen und Bächen.

 

Die Entdeckung der Phalaenopsis

Die Gattung Phalaenopsis wurde 1825 von dem niederländischen Botaniker Dr. C.L. Blume beschrieben, der in den Royal Botanic Gardens in Buitenzorg (heute Bogor) auf der Insel Java arbeitete. Die Geschichte besagt, dass er auf einem seiner Streifzüge eine Gruppe von Schmetterlingen sah, die fast regungslos an einem Baum flatterten. Die Schmetterlinge stellten sich als Orchideen heraus, die er später Phalaenopsis amabilis nannte. Amabilis bedeutet „liebenswert“. Der Gattungsname Phalaenopsis steht für „wie ein (Nacht-)Falter“ und leitet sich vom griechischen „phalaina“ (Nachtfalter) und „opsis“ (ähnlich wie) ab.

 

Wo kann man eine Phalaenopsis-Orchidee kaufen?

Die Phalaenopsis ist das ganze Jahr über in Blumenfachgeschäften und Gartencentern erhältlich, manchmal auch in Bau- und Supermärkten. Es gibt kleinblütige Sorten mit vielen kleinen Blüten, auch Multiflora genannt. Außerdem gibt es Standardsorten. Daneben gibt es großblütige Sorten (Grandiflora) mit Blüten von mindestens zehn Zentimetern Durchmesser. Phalaenopsis-Orchideen gibt es in Weiß, Gelb, Rosa und Violett. Es gibt auch Sorten mit außergewöhnlich geformten und gezeichneten Blüten.

 

Pflege

Standort

Stellen Sie die Phalaenopsis an einen Standort mit ausreichend Licht, vermeiden Sie aber zu grelle Sonne, vor allem in den Sommermonaten. Wenn die Blätter gelb werden, kann das ein Zeichen für zu viel direktes Sonnenlicht sein. Abfallende Knospen oder dunkelgrüne Blätter können auf einen Mangel an Licht hinweisen. Außerdem mag die Phalaenopsis keine Zugluft. Stellen Sie die Pflanze auch nicht direkt neben einen Heizkörper.

 

Temperatur

Die Phalaenopsis fühlt sich bei einer Temperatur zwischen 15°C und 25°C am wohlsten. Die Phalaenopsis blüht lange: viele Wochen.

 

Gießen

Gießen Sie Ihre Orchidee etwa einmal pro Woche. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Tauchbad: Tauchen Sie den Topf der Orchidee 5-10 Minuten in Wasser. Sie können dafür eine Schüssel, einen Eimer oder Ihr Waschbecken verwenden. Lassen Sie den (Plastik-)Kulturtopf an Ort und Stelle, damit Sie die Wurzeln nicht beschädigen. Lassen Sie die Pflanze nach dem Tauchbad außerdem gut abtropfen, denn Orchideen mögen keine nassen Füße.
  • Schale mit Wasser: Sie können Ihre Orchidee auch gießen, indem Sie sie in ihrem (Plastik-)Kulturtopf 5-10 Minuten in eine Schale mit Wasser stellen. So nehmen die Wurzeln das Wasser auf, das sie brauchen. Lassen Sie die Orchidee danach gut abtropfen, bevor Sie sie zurück in den Übertopf stellen.
  • Ein Schnapsglas Wasser: Sie haben wenig Zeit oder Ihre Orchidee steht ohne Plastiktopf direkt in einem Ziertopf? Dann ist das Schnapsglas das perfekte Hilfsmittel. Um Ihrer Orchidee genau die richtige Menge Wasser zu geben, gießen Sie ein Schnapsglas Wasser (etwa 60 ml) seitlich an den Wurzelballen. Niemals in die Mitte, denn dann beginnen die Blätter zu faulen.

 

Während der Wintermonate, wenn die Heizung eingeschaltet ist, empfiehlt es sich, die Pflanze regelmäßig mit Wasser einzunebeln. So sorgen Sie dafür, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig wird. Die Phalaenopsis blüht prima ohne zusätzlichen Dünger, aber für ein optimales Blüherlebnis geben Sie ihr einmal im Monat Orchideendünger (über das Gießwasser). Bei der Phalaenopsis können Luftwurzeln außerhalb des Topfes wachsen. Diese Wurzeln können Sie einfach belassen: Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Pflanze in guter Verfassung ist.

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Blütezeit

Die Phalaenopsis blüht durchschnittlich 8 bis 10 Wochen und gehört damit zu den am längsten blühenden Orchideen. Bei richtiger Pflege kann sie außerdem erneut blühen.

 

Phalaenopsis-Orchidee wieder zum Blühen bringen

Um die Pflanze erneut zur Blüte zu bringen, schneiden Sie den verblühten Zweig über dem zweiten „Auge“ ab. Augen sind die Verdickungen am Zweig. Beginnen Sie von unten zu zählen. Sie können den Zweig zweimal über dem zweiten Auge zurückschneiden, danach empfiehlt es sich, ihn so tief wie möglich abzuschneiden.

Geben Sie der Pflanze nach dem Schnitt etwas weniger Wasser und stellen Sie sie an einen kühleren Ort, bis sich wieder Knospen bilden. Danach kann die Pflanze an ihren gewohnten Platz zurück und Sie können wieder normal gießen. Nach etwa sechs Monaten kann die Pflanze wieder blühen.

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Standort

Stellen Sie die Orchidee an einen hellen Standort, aber im Sommer nicht in direktes Sonnenlicht. Die Pflanze sollte zudem nicht in der Nähe einer Obstschale stehen.

Gießen

Einmal pro Woche gießen. Stellen Sie die Orchidee im Kulturtopf circa 10 Minuten in eine dünne Schicht Wasser. Gut abtropfen lassen und zurück in den Übertopf stellen.

Temperatur

Halten Sie eine Temperatur zwischen 15°C und 25°C ein.

Düngen

Die Orchidee blüht prima ohne zusätzlichen Dünger, aber für ein optimales Blüherlebnis geben Sie Ihrer Orchidee einmal im Monat Orchideendünger.

Erneute Blüte

Schneiden Sie einen verblühten Zweig über dem zweiten „Auge“ (der Verdickung am Zweig) ab, von unten gezählt. Geben Sie der Pflanze weniger Wasser und stellen Sie sie an einen kühleren Ort, bis sich wieder Knospen bilden.

Umtopfen

Eine Phalaenopsis braucht nur umgetopft zu werden, wenn sie aus dem Topf herauswächst. Tun Sie dies nur, wenn die Orchidee nicht blüht. Verwenden Sie dafür spezielle Orchideenerde.

Nicht zum Verzehr geeignet

Diese Pflanze ist nicht zum Verzehr durch Menschen und Tiere geeignet.

 

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